allgäusegen –
bewegen. berühren. begegnen

Unter dem Motto “bewegen. berühren. begegnen.” laden wir ein, die religiöse und spirituelle Vielfalt im Allgäu zu entdecken. Als christliche Kirchen sind wir gemeinsam unterwegs – verwurzelt in unserer Tradition und zugleich offen für Neues. Immer wieder brechen wir auf, probieren aus und schaffen Räume, in denen Glaube lebendig wird.

bewegen.

Ins Weite schauen.

Berge, Nebel in den Tälern, Sonne am Horizont. Das Allgäu lädt dich ein, rauszugehen. Unterwegs sein tut gut – besonders auf unseren Pilgerwegen. Ob auf dem Martinusweg, dem Jakobusweg oder beim Samstagspilgern: Du entdeckst nicht nur die Region, sondern auch Stille, Orientierung und neue Klarheit für dich selbst.

berühren.

Ankommen – das wünschen wir uns alle.

Unsere christliche Spiritualität möchte dir dafür Raum geben: mit Angeboten, die Halt schenken und Sinn eröffnen. Hier kannst du zur Ruhe kommen, dich öffnen und dich berühren lassen – von Gott, vom Leben, von besonderen Momenten.

begegnen.

Mit allen Sinnen unterwegs sein – und dabei den großen Fragen Raum geben.

Im Wahrnehmen kommen dabei auch die Fragen nach Lebenssinn und Orientierung auf. Ob Pilgern, Musik und Gebet, Meditation, Kunst, Segensmomente oder Gottesdienste: Unsere vielfältigen Angebote laden dich ein, dich selbst, anderen Menschen und vielleicht auch Gott zu begegnen.

Benjamin Sigg
liebt es, Menschen, Orte und Ideen miteinander zu verbinden.

Das Netzwerk allgäusegen wird von Pastoralreferent Benjamin Sigg koordiniert. Seit 2023 ist er im württembergischen Allgäu unterwegs, um spirituelle Angebote zu vernetzen und Neues auf den Weg zu bringen. Mit drei Fragen und Antworten erklärt er hier die Hintergründe zu allgäusegen.

  • Ein Gast darf ankommen, da sein und weitergehen. Damit könnte man auch die religiöse Suche im 21. Jahrhundert beschreiben. Menschen sind neugierig, suchend oder “mild religiös” (K. Fechtner). Darauf möchten wir mit allgäusegen eingehen und “Glaube als Option” (H. Joas) offenhalten.
    Konkret heißt das: spirituell suchende Gäste sollten wissen, wo sie ein “Produkt” finden und wie sie es “buchen” können. Sie gehen ihren Lebensweg und sind im Gehen offen für Sinndeutungen aus den spirituellen Quellen des Christentums. Da braucht es Ereignisse, bei denen sie Kirche begegnen können - vor allem ist eine entdeckerische Präsenz nötig. Zentral ist dafür die Vernetzung und das gemeinsame Handeln mit Partnern, die ebenso einen Gäste-Blickwinkel haben - und mit denen wir gemeinsam nach den “besten Wegen” für die Menschen suchen, die sich nach Zukunft und Hoffnung sowie Halt und Sinn für ihr Leben sehnen (vgl. Jer 29,7ff.)

  • Spiritualität bedeutet Verbunden sein mit einem größeren Ganzen. Sie ist Gefühl fürs Unendliche; für das, was mich unbedingt angeht; für das, was mein Herz öffnet. Sie fordert und fördert eine achtsame Haltung zum Leben, zu jedem Du, zu dem, was mich umgibt. Sie ist die Erfahrung des Spiritus als „Ergriffen-Sein von Gott“ und weist über uns hinaus. Zu ihr gehört die biblische und mystische Tradition sowie der reiche Schatz an Ritualen. Segen ist dafür zentral: weil Gott möchte, dass Menschen es “gut haben”. Das Gebet Jesu “Dein Reich komme” hat ebenso wesentlich die irdische Dimension: hier und jetzt sollen Christen dazu beitragen, dass das Leben “himmlischer” und damit “menschlicher” wird. Das ist auch eine Grundhaltung für kirchliche Gastgeber:innen: mit leichtem Gepäck, offenem Geist, suchender Sprache.

  • Drei Punkte im Text zeigen eine Leerstelle an. Auslassungspunkte heißen sie. Sie können auch für eine Denkpause stehen: Pausen-Punkte.  

    Unsere Welt – nah und fern – ist reich an spirituellen Traditionen, mit denen sich das entdecken lässt. Die christlichen Schätze dafür sind vielfältiger, als der erste Blick scheint. Das Evangelium gibt ihne eine Richtung. Zugleich sind die spirituellen Wege der verschiedenen Religionen ähnlicher, als man vermutet. Achtsamkeit ist bei ihnen kein Trend, sondern schon immer ihr Kern. Gemeinsam ist ihnen auch, dass sie Pausen und heilige Unterbrechungen immer auch als Beziehungsarbeit sehen. Eine Pause lenkt meinen Blick auf die Beziehung zu mir, zu anderen – und zum Göttlichen. Und jede Pause kennt die beiden Pole, zwischen denen auch der christlich-kontemplative Weg immer pendelt: bei sich sein - nach außen gehen, Haltung - Handeln, achtsam mit sich sein - nicht bei sich bleiben, eintauchen - auftauchen.

    Im allgäusegen-Logo stehen die drei Punkte für heilsame Unterbrechungen und das “Mehr”, das sich entdecken lässt..

Sonne, glitzernder Tau im Gras, singende Vögel, Himmel und Wald …

“Do hätt i denn oft grad juzga kenna!“ Und: “Do hon i gmerkt, dass do no ebbes isch.“


aus: Fridolin Stier, Vielleicht ist irgendwo Tag (1980, 73f). Stier ist in Karsee (Allgäu) aufgewachsen und war Theologie-Professor

partner: wir sind verbunden mit

Katholisches Dekanat Allgäu-Oberschwaben

Evangelisches Dekanat

Evangelische und katholische Kirchengemeinden

Kirchliche Orte und Einrichtungen im württembergischen Allgäu



Wir kooperieren bei Projekten mit Kommunen und Tourismusbüros. Dafür steht der Zweckverband Tourismus württembergisches Allgäu.

Es gibt auch die vielen kleinen, feinen Orte im Allgäu, an denen wir unterwegs sind: Kapellen und Ruhe-Orte, am Badsee in Beuren beim Wasserlaufen, in der Heimat Bärenweiler beim Winterzauber und und und

Du hast noch Fragen?

  • Allgäusegen ist ein Netzwerkprojekt. Hier kommt die religiöse Vielfalt der christlichen Kirchen im Allgäu zusammen. Wir entwickeln Projekte mit Kirchengemeinden und Partnern aus Kultur, Musik und Tourismus. Die Mitarbeit im Netzwerk ist offen. Benjamin Sigg leitet das Projekt allgäusegen. Er ist Seelsorger im Dekanat Allgäu-Oberschwaben und knüpft leidenschaftlich gern Beziehungs-Netze.

  • Als Netzwerk bringt allgäusegen zunächst Angebote und Menschen zusammen. Hier denken wir besonders an die, die bei uns zu Gast sind und auch an jene, die über ihre Kirchengemeinde hinaus nach christlicher Spiritualität suchen. Wir strecken uns aus nach dem göttlichen Geheimnis, das sich so unterschiedliche zeigt: mal in Bewegung, mal im Gebet und bei Musik unter freiem Himmel - bei einer Kerze in einer Kapelle oder bei einer Meditation.
    Unsere Schwerpunkte: Gottesdienste im Freien, Abendklänge, Pilgerangebote und spirituelle Entdeckungen. Neugierig? Dann scroll dich durch die Terminübersicht.

  • Hier gibt es keine Mitgliedschaft im klassischen Sinne. Mittendrin bist du, wenn du bei unseren Angeboten dabei bist. Regelmäßig informieren wir dazu im Newsletter.

  • Im Netzwerk allgäusegen kommt eine bunte Vielfalt zusammen. Verantwortlich ist der jeweilige Veranstalter. Das kann eine Kirchengemeinde oder ein Kapellen-Verein oder auch das Dekanat sein. Es gibt auch einige Angebote, die mit allgäusegen neu entstanden sind: Sommer-Abendklänge, Jugum, Segensmomente, Wohnzimmerkirche usw.

    Bitte beachten: Wir aktualisieren unsere Termine und Angebote regelmäßig. Dennoch kann es kurzfristig zu Absagen kommen. Bitte zur Sicherheit - insbesondere bei längerer Anreise - beim jeweiligen Veranstalter nachfragen.